Schröpfen & Schröpfmassage mit Öl

Haben Sie schon einmal ein Schröpfglas gesehen? Es sieht fast aus wie eine Glocke aus Glas.

Ich verwende Schröpfgläser, an deren Spitze ein Gummiball sitzt, mit dessen Hilfe ein Unterdruck erzeugt wird.

Das Schröpfen ist eine über 5000 Jahre alte Methode. Im alten Griechenland erfreute sich das Schröpfen so großer Anerkennung, dass ein Schröpfglas sogar als Symbol der Ärzteschaft galt.

Schröpfen soll die Ausleitung von “Giftstoffen“ und Schlacken aus dem Körper unterstützen. Durch den Unterdruck bekommt der Körper den Impuls, sich an seine Selbstregulationsmechanismen zu erinnern: Die Zirkulation von Blut und Lymphflüssigkeit wird angeregt, die Zellen wieder besser versorgt.

Schmerzen können so gelöst werden und eine allgemeine Entspannung tritt ein. In der Folge soll das Immunsystem & die körperliche Leistungsfähigkeit gestärkt werden.

Nach dem Schröpfen & der Schröpfmassage ist es hilfreich, viel zu trinken, um den Körper bei der Ausleitung der Schlacken über die Nieren zu unterstützen.

Beide Therapien eignen sich aus naturheilkundlicher Sicht u.a. zur Behandlung vom Schmerzen, Stress, Müdigkeit, Erkältungen und Menstruationsproblemen.

Schröpfen gehört zu den Standarddisziplinen der Naturheilkunde und wird seit altersher in verschiedenen Kulturkreisen ausgeübt. Wie andere tradierte Naturheilverfahren ist das Schröpfen aber kaum durch wissenschaftliche Studien belegt. Hier fehlt wohl auch das Interesse an wissenschaftlicher Absicherung.

Wie läuft Schröpfen ab?

Ich wende in meiner Praxis das sogenannte trockene Schröpfen an. Ich ertaste dabei auffällige Stellen am Rücken und setze dort direkt die Schröpfgläser auf die Haut.

Durch den Unterdruck der Schröpfgläser wird die Haut angezogen. In der Folge können/dürfen Blutergüsse entstehen. Die Gläser verbleiben je nach Haut- & Schmerzempfindlichkeit ca.  10-20  Minuten auf der Haut.

Für Patienten, die Blutgerinnungshemmer einnehmen, ist Schröpfen ungeeignet.

Wie läuft eine Schröpfmassage ab?

Vor einer Schröpfmassage wird Ihr Rücken eingeölt, damit sich das Glas besser auf der Haut bewegen lässt. Dann erzeuge ich das Ihnen bereits bekannte Vakuum in einem Schröpfglas, setze es auf Ihren Rücken und bewege es in Bahnen über Ihre Haut- entlang der Meridiane und über schmerzende Stellen.

Die Haut wird dadurch im Wechsel angesaugt und entspannt. Das wird von vielen Patienten auch als sehr wohltuend empfunden.

Für sensible Patienten ist die Schröpfmassage oft besser geeignet als das trockene Schröpfen, weil die Intensität besser regulierbar ist.

Ausleitungsverfahren, das Entfernen von „Giften“ und „Schlacken“ gehören zu den etablierten Behandlungsverfahren der Naturheilkunde.

Die evidenzbasierte Medizin redet hier übrigens nicht von Giften oder Schlacken, sondern von Stoffwechselzwischen- oder endprodukten und kennt demzufolge praktisch auch keine Ausleitungsverfahren. Das ist eine Terminologie, die sich in der Naturheilkunde etabliert hat, lange bevor es eine schulmedizinische Toxikologie gab. Deshalb verwenden wir diese Begriffe gerne weiter und begeben uns nicht in einen Terminologie-Streit.